Ein Banker muss täglich wichtige Entscheidungen treffen und mit dem ihm anvertrauten Geld seiner Kunden jonglieren. Das ist ähnlich wie beim Glücksspiel, denn wer viel spielt, riskiert oft sein ganzes Vermögen, Familie und vielleicht sogar seinen Job. Deshalb suchen Wissenschafter freiwillige Glücksspieler, die in Kiel an einer Studie teilnehmen möchten. Mit diesen Erkenntnissen, sollen neue Therapien für kranke Menschen entwickelt werden.

Die Wissenschafter wollen versuchen, Parkinson und Demenz zu heilen, bzw. zu lindern. Ihr fragt euch jetzt bestimmt, was hat das Glücksspiel mit Parkinson oder Demenz zu tun? Das ist leicht erklärt, denn beim Glücksspiel wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet und damit kann man Parkinson behandeln. Aber es gibt neuerdings auch eine Nebenwirkung, denn durch Dopamin wird ein Suchtverhalten ausgelöst. Menschen fangen an hohe Summen zu verspielen, viel Geld beim einkaufen auszugeben und manche wechseln sogar häufig die Partner.

Es kamen vor allem viele Fragen über das Verhalten auf, wie zum Beispiel: „Wieso kann man nicht aufhören zu spielen, obwohl man schon alles verloren hat?“ Darauf versuchen Christian Kaernbach (Professor der Psychologie), van Eimeren (Hirnforscher) und Ulrich Schmidt (Professor vom Institut für Weltwirtschaft) Antworten zu finden. In der Studie wird um echtes Geld gespielt, um realistische Situationen hervorzurufen. Bei den Testpersonen, wurden während des Spielens die Gehirnströme gemessen und bekamen zusätzliche Signale, wenn ein Spieler kurz vor dem verlieren stand. Denn dabei stieg die Herzfrequenz und die Hände wurden feucht.

Das Studie läuft seit dem Ende letzten Jahres und soll noch bis Ende diesen Jahres gehen. Die Studie wird aber komplett anonym durchgeführt und soll Fortschritte in der Behandlung bringen.

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